Marktnachrichten
28.06.2012

Japan: Energieministerium genehmigt Einspeisetarife für erneuerbare Energien

Nationalflagge Japan

Das japanische Energieministerium hat am 18. Juni 2012 die geplanten Einspeisetarife für erneuerbare Energien genehmigt. Die neue Regelung tritt bereits zum 1.Juli 2012 in Kraft und sieht insbesondere für PV- und Windprojekte attraktive Vergütungssätze vor. So liegt der Tarif für Strom aus Windenergieanlagen ab einer Leistungsklasse von 20 kW bei 0,22 Euro/kWh und selbst für PV-Anlagen ab einer Leistungsklasse von zehn kW bei 0,40 Euro pro kWh. Die Vergütungen werden über einen Zeitraum von 20 Jahren gewährt. Ausnahmen hiervon bilden die Geothermie (15 Jahre) und PV-Anlagen unter zehn kW (zehn Jahre).

Seit dem Reaktorunglück im März 2011 plant die japanische Regierung eine grundlegende Umstrukturierung des Energiesystems. Bis 2014 sollen bereits 20 GW an regenerativen Erzeugungskapazitäten installiert sein (vgl. Marktnachricht vom 12.06.2012). Allein zehn GW sollen hier im Bereich PV installiert sein (Ende 2011 ca. 1,3 GW). Vor diesem Hintergrund erwartet Bloomberg New Energy Finance, dass Japan langfristig Italien als weltweit zweitgrößten PV-Markt nach Deutschland ablösen könnte. Inwieweit ein Zugang ausländischer Investoren zum japanischen Erneuerbaren-Markt möglich ist, bleibt abzuwarten.

Weitere Informationen: meti

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