Marktnachrichten
03.02.2017

Sambia erhält 65 Mio. € von der EU für Netzausbau

Nationalflagge Sambia

Die Europäische Union (EU) hat Sambia eine Zuwendung über 65 Mio. Euro für den Netzausbau zugesprochen. Ziel der Zuwendung ist es, mehr Menschen Zugang zu sicheren, sauberen und bezahlbaren Strom zu ermöglichen. Insgesamt sollen 63.000 Haushalte, entsprechend 300.000 Menschen, eine Reihe von öffentlichen Einrichtungen und ausgewählte Mikrounternehmen von dem Netzausbau profitieren.

Die Verbesserung des Zugriffs soll durch die Sanierung bereits bestehender Niederspannungsnetze für die Stromverteilung insbesondere in bestimmten Gegenden in der Hauptstadt Lusaka erreicht werden, in denen eine hohe Bevölkerungsdichte anzufinden ist und große Teile der Bewohner niedrige Einkommen haben. Zudem sollen in bislang nicht angeschlossenen Bereichen der Stadt neue Verbindungen gelegt werden. Um den neuen Zubau zu fördern, wird im Rahmen der Zuwendungen eine Subventionsregelung für Anschlussgebühren angewandt. Die Maßnahmen sollen die Lebensgrundlage und den sozialen Status der besonders armen Gemeinden verbessern.

Das Projekt ist mitfinanziert durch die Europäische Investitionsbank (EIB). Diese stellt zusätzliche Kredite in Höhe von insgesamt 15 Mio. Euro zur Verfügung. Die Zuwendungen der EU wurden im Rahmen eines groß angelegten Projektes der World Bank, des EIB und der ZESCO Limited mit dem Titel „Lusaka Transmission and Distribution Rehabilitation Project“ zugesprochen. Das Projekt soll die Stromkapazität sowie dessen Zuverlässigkeit in Lusaka und direkter Umgebung verbessern, indem die bestehenden Stromnetze grundlegend saniert werden.