Geschäftsreisen

Dezentrale Strom- und Wärmeversorgung, Kleinanlagen zur Eigenversorgung/ Bioenergie, Kleinwind, Photovoltaik, Speicher in Chile

AHK-Geschäftsreise

Beginn:17.11.2014
Ende:21.11.2014
Ort:Santiago de Chile, Chile
Technologie: Biogas, Feste Biomasse, Photovoltaik, Windenergie
Zielmarkt: Chile
Zielregion: Südamerika, Lateinamerika
Logo Exportinitiative Erneuerbare Energien

Am 19. November findet eine eintägige Fachkonferenz in Santiago de Chile statt, bei der Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen dem einheimischen Fachpublikum präsentieren und Kontakte zu Branchenvertretern knüpfen können. In der Woche vom 17. bis 21. November führen Sie individuell vereinbarte Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern, die im Vorfeld von der AHK nach Ihren Wünschen organisiert werden.

Chiles Geografie mit 4.300 km Länge und nur 200 km Breite, dem Vorkommen aller Klimazonen und extremen Höhenunterschieden legt Investitionen in den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung nahe. In der Vergangenheit wurde im Stromsektor jedoch versucht, mit konventionellen großen thermischen Kraftwerken und gigantischen Nord-Süd-Trassen die stark steigende Nachfrage zu bedienen. Seit einigen Jahren findet hier ein Umdenken satt. Die starken Abhängigkeiten von fossilen Primärenergieimporten, einhergehend mit extrem steigenden Preisen und überlasteten Netzen haben das Interesse an und die Kenntnisse über dezentrale Lösungen und erneuerbare Energien gesteigert. Die Regierung hat die notwenigen gesetzlichen Bedingungen geschaffen, dass EE-Anlagen unter 9 MW vorteilhaften Zugang zu den Verteilnetzen ermöglicht wird. Auch reguliert ein Gesetz zum Net-billing neuerdings die Erzeugung aus Anlagen bis 100 kW und die Netzeinspeisung von überschüssigem Strom von Haushalten, Gewerbe und kleiner Industrie. Energieintensive Industrien wie der Bergbau und die Landwirtschaft haben erste Projekte zur Eigenversorgung umgesetzt. An Universitäten wurden Lehrstühle zu dezentraler Energieversorgung eingerichtet und mehrere Forschungsinstitute (u.a. Solar Energy Research Center und Fraunhofer) arbeiten in Projekten zum Ausbau dezentraler Lösungen.

Der chilenische Elektrizitätsmarkt ist ein hoch liberalisierter Markt mit rein privaten Akteuren, der nach marktwirtschaftlichem Prinzip funktioniert. Der Staat hat lediglich regulierende und kontrollierende Funktionen. Es gibt keine Einspeisevergütung, jedoch eine im Oktober 2013 ausgeweitete Quotenregelung: Bis 2025 müssen 20% des kommerzialisierten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Wird die jeweilige Jahresquote nicht erfüllt, schreibt das Energieministerium umgehend Energieblöcke ausschreiben. Außerdem existiert ein Gesetz zur Regulierung der Einspeisung von kleinen Energieanlagen (bis 100 kW) in die Verteilnetze.

Interessierte Unternehmen haben bereits im Vorfeld im Rahmen einer eintägigen Informationsveranstaltung in Deutschland die Möglichkeit, sich über die aktuellen Bedingungen in Chile zu informieren.

Bezüglich marktspezifischer Fragen sowie der Organisation vor Ort können Sie sich an folgende AHK wenden:
Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer
Frau Madeleine Krenzlin / Frau Jenny Büssgen
Tel.: (+56 2) 2203 53 20, Anschluss 42
E-mail: mkrenzlin@camchal.cl / jbuessgen@camchal.cl

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

Markus Winter

T +49 (0)30 797444-113
F +49 (0)30 797444-128
Schützenstraße 44
12165 Berlin
Germany