Geschäftsreisen

Offgrid: Energieversorgung in den abgelegenen Regionen Kolumbiens

AHK-Geschäftsreise

Beginn:06.10.2014
Ende:09.10.2014
Ort:Bogota, Kolumbien
Technologie: Photovoltaik, Wasserkraft, Windenergie, Biogas
Zielmarkt: Kolumbien
Zielregion: Südamerika, Lateinamerika
Logo Exportinitiative Erneuerbare Energien

Vom 06. bis 09. Oktober 2014 findet eine AHK-Geschäftsreise nach Kolumbien statt. Eine Konferenz ist für Dienstag, den 07.10.2014 in Bogota geplant, die anderen Tage sind für individuelle Gesprächstermine im Land vorgesehen.

2012 wurde zum größten Teil die Energie durch Wasser- und Windkraft (66 %) und fossile Brennstoffe (33 %) gewonnen. Wobei der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Energieproduktion bei 4 % liegt, denn per Gesetz zählen in Kolumbien nur kleinere Wasserkraftwerke mit einer Kapazität von weniger als 20 MW zu den erneuerbaren Energien. Bis 2020 setzt sich die Regierung zum Ziel, den Anteil an erneuerbaren Energien auf 6,5 % zu erhöhen. Der Energiemix soll stärker ausgebaut werden und weniger von Hydroenergie abhängig sein, um das Risiko von Ausfällen zu reduzieren. Rund 4% der Bevölkerung leben in Gebieten, die nicht an das Hauptstromnetz angeschlossen sind und hier die Stromversorgung durch die kleinere Netze ca. fünfmal teurer ist als im Hauptnetz. Daher werden die Verbrauerpreise von der Regierung subventioniert und die Stromversorger erhalten einen Zuschuss. Das Institut für Planung und Förderung von Energielösungen (IPSE), welches für die Regionen außerhalb des Hauptnetzes zuständig ist, setzt sich die langfristige Einführung umweltverträglicher und ökonomischer Wege der Energieversorgung, wie Wind- und Solarenergie, Biomasse und Geothermie zum Ziel.  Mit einer durchschnittlichen Tagessonneneinstrahlung von 4,5 kWh/qm verfügt Kolumbien über gute Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie. Auch die Windverhältnisse in Kolumbien gelten neben Patagonien als die besten Südamerikas. Das Potenzial von Windenergie wird allein in La Guajira auf 21 GW geschätzt. Eine Energieerzeugung durch Biomasse wird auf 16 GWh jährlich geschätzt. Die Agrarindustrie erzeugt erhebliche Mengen an Neben- und Abfallprodukten, z.B durch die Produktion von Zuckerrohr-Bagassen (7,5 Mio. t) und Reishülsen (0,5 Mio. t.). In der Umgebung von Vulkanen bestehen besonders große Chancen für Geothermie. Der Elektrizitätsproduzent Isagen, der Kolumbiens erste Geothermieanlage plant, erstellt zusammen mit der ecuadorianischen Firma CELEC für 4 Mio. US$ Studien zu Geothermieprojekten mit einer Kapazität von 50 bis 130 MW im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien. Für deutsche Unternehmen bieten sich Investitionsvorhaben im Sektor erneuerbarer Energien gute Beteiligungs- und Lieferchancen. Die Unternehmen profitieren von steuerlichen Vorteilen (Gesetz 788) und es können alle Investitionen, die nachweislich dem Umweltschutz dienen, steuerlich abgeschrieben werden (Gesetz 818).

Die AHK-Geschäftsreise richtet sich an Unternehmer und Anbieter von Technologien im Bereich der Photovoltaik, Biogas und Biomasse, kleine Wasserkraftgeneratoren, Windkraft und Geothermie und vor allem an Offerenten von Insellösungen.

Bezüglich marktspezifischer Fragen sowie der Organisation vor Ort können Sie sich an folgende AHK wenden:
Deutsch-Kolumbianische Industrie- und Handelskammer
Alexander Steinberg
Cra 13 No. 93-40 Bogotá,
Colombia
+57 1 6513770
alexander.steinberg@ahk-colombia.com

Ansprechpartner

eclareon GmbH

Daniel Wewetzer

T +49 30 8866740-55
F +49 30 8866740-10
Albrechtstr. 22
10117 Berlin
Deutschland