Informationsveranstaltungen

Kleinwind in Italien

Informationsveranstaltung

Beginn:30.09.2014 - 09:00 Uhr
Ort:München, Deutschland
Technologie: Windenergie
Zielmarkt: Italien
Zielregion: Südwesteuropa, EU
Logo Exportinitiative Erneuerbare Energien

Italien befindet sich langsam wieder im Aufwind und erholte sich zum Ende des letzten Jahres von der längsten Rezession seit Jahrzehnten. Im Jahr 2012 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,5 Prozent und 2013 um 1,8 Prozent gesunken. Laut Germany Trade and Invest (GTAI) bestehen, dank einer steigenden Exportnachfrage und verstärkten Investitionen, positive Enwicklungsaussichten für die italienische Wirtschaft. Es wird ein Wirtschaftswachstum von ca. 0,7 Prozent in diesem Jahr erwartet. Die AHK Italien bescheinigt dem Ausbau erneuerbarer Energien positive Aussichten, bestimmt u. a. durch hohe Strompreise und dem neuen italienischen Einspeisegestz, dem sogenannten Conto Energia.

Der Markt für Kleinwindkraftanlagen in Italien entwickelt sich in den letzten Jahren äußerst positiv, zumal die italienische Regierung feste Einspeisetarife gewährleistet. Diese liegen für Anlagen bis zu 20 kW über einen Zeitraum von 20 Jahren bei 0,291 €/kWh und bei Anlagen zwischen mehr als 20 kW und weniger als 200 kW bei 0,268 €/kWh. Im europäischen Vergleich ist Italien, laut dem Global Wind Report 2012, mit seinen installierten Windkapazitäten immerhin auf dem vierten Platz, nach Deutschland, Spanien und Großbritannien. Im Jahr 2012 wuchs der Absatz der Windbranche um 21 Prozentpunkte. In dem Jahr waren insgesamt 1.273 MW an neuer Windkraft installiert worden. In den letzten Jahren wuchs der Markt laut GTAI um 18 bis 30 Prozent und zeigt auch zukünftig positive Wachstumsaussichten.

Nachdem zu Beginn 2013 die Förderprogramme durch die Regierung für italienische Windparks verändert wurden, hat sich die Situation für große Windparks nachteilig entwickelt und macht Investitionen in diesem Gebiet wenig lukrativ. Ganz anders stellt sich die Lage für Kleinwindanlagen dar, die durch die neue Gesetzeslage besser gestellt wurden. Bis zu einer Größe von 60 kW besteht keine Pflicht zur Eintragung in Register, die bestimmte Auswahlkriterien festsetzen und auf einen Gesamtumfang von 60 MW pro Jahr bis 2015 begrenzt sind. Für Kleinwindanlagen bis zu 60 kW besteht dementsprechend keine Registerpflicht, womit der direkte Zugang zur Einspeisevergütung für Betreiber von Kleinwindanlagen möglich ist. Zudem wurde der Förderzeitraum um 5 Jahre auf jetzt 20 Jahre angehoben. Damit fällt die Gesamtförderung höher aus und macht die Anlagen noch lukrativer.

Da Italien selbst kein nationales Programm für die Förderung von Forschung und Entwicklung im Windenergiebereich besitzt, ist vor allem die Expertise deutscher Unternehmen gefragt. Sie besitzen bereits große Marktanteile im Bereich der Kleinwindkraftanlagen und können diese u. a. durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit italienischen Firmen weiter ausbauen. Gute Geschäftsmöglichkeiten bieten sich für Projektentwickler sowie Hersteller und Lieferanten von Komponenten für Windkraftanlagen und Messtechnik für Windprojekte.

Primäres Ziel der Veranstaltung ist es, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen fachbezogene Informationen zur Verfügung zu stellen, um sie auf einen erfolgreichen Markteinstieg in Italien vorzubereiten. Dazu werden ziellandspezifische allgemeine sowie branchen- bzw. fachspezifische Informationen zur Verfügung gestellt. Besonderer Fokus liegt dabei auch auf den konkreten Absatzmöglichkeiten für die deutschen Unternehmen.

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner

enviacon international

Marco Nicolai

T +49 (0)30 8148841-21
Martin-Buber-Str. 24
14163 Berlin
Germany