Informationsveranstaltungen

Erneuerbare Energien in der englischsprachigen Karibik: Solar-, Bio- und Windenergie in Jamaika, Trinidad und Tobago sowie Barbados

Informationsveranstaltung

Beginn:12.12.2014 - 09:00 Uhr
Ort:Berlin, Deutschland
Technologie: Biogas, Feste Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie
Zielmarkt: Barbados, Jamaika, Trinidad und Tobago
Zielregion: Mittelamerika/Karibik, Südamerika
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In Berlin findet am 12. Dezember 2014 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Erneuerbare Energien in der Karibik“ statt. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und ist, mit Ausnahme des Caterings, für die Teilnehmer kostenfrei. Die geladenen Fachreferenten informieren unter anderem über Rahmenbedingungen sowie Chancen und Risiken eines geschäftlichen Engagements in Jamaika, Trinidad und Tobago sowie Barbados. Die Informationsveranstaltung richtet sich in erster Linie an Vertreter kleiner und mittlerer Unternehmen aus Deutschland, die Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Solar-, Bio- und Kleinwindenergie anbieten und sich über den karibischen Markt informieren möchten.

In den karibischen Inselstaaten Jamaika, Trinidad und Tobago sowie Barbados bestehen große Potenziale für verschiedene erneuerbare Energien. Bislang jedoch wird die Energieproduktion wie im Falle Jamaikas von importiertem Öl dominiert – 2012 beruhten in diesem Fall 93% der installierten Stromerzeugungskapazitäten auf Öl und Ölprodukten, die restlichen 7% teilten sich Windenergie (5%) und Kleinwasserkraft (2%). Die Regierung der mit knapp 3 Millionen Einwohnern größten der drei Inseln fasste deshalb im Jahr 2009 mit dem Entwurf des Entwicklungsplans "Vision 2030" den Plan, den Anteil erneuerbarer Energien in der Stromproduktion bis 2030 auf 20% zu erhöhen.

Gute Wachstumschancen bestehen vor allem in den Bereichen Windenergie, Solarenergie und Bioenergie. Auf Jamaika sind bereits zwei Windfarmen in der Südhälfte der Insel installiert. Auf den dortigen Hochplateaus herrschen infolge von Windgeschwindigkeiten von bis zu 8,5 Meter pro Sekunde ideale Voraussetzungen. Im Gegensatz zu anderen Gegenden wie der Ostküste der Insel ist dieser Teil vor den wiederkehrenden Tropenstürmen vergleichsweise geschützt.

Solarenergie wird in Jamaika zur Zeit stark gefördert - hauptsächlich über Steuererleichterungen und Zollbefreiungen. Privathaushalte, Hotels und Lebensmittelindustrie nutzen Photovoltaikanlagen als günstige Alternative zur Deckung des eigenen Strombedarfs. Mit Vergütungen für die Einspeisung überschüssigen Stroms wird diese Technologie auch für Privathaushalte zunehmend attraktiv. Für Solarthermie besteht vor allem im Hinblick auf die Wassererwärmung Potenzial.

Die Energiegewinnung über den Betrieb von Biomasseanlagen bietet sich an, da die ansässige Zuckerindustrie des Landes den notwendigen Rohstoff Bagasse als Reststoff in großer Menge produziert. Biogas wird im landwirtschaftlichen Bereich zur Eigenversorgung bereits hergestellt - allerdings findet es in erster Linie für Kochzwecke und zur Warmwassergewinnung Verwendung. Die Verwendung des bislang aus den USA importierten Treibstoffs E10 ist seit 2009 Pflicht.

Trinidad und Tobago ist die südlichste Insel der Kleinen Antillen vor der Küste Venenzuelas und der größte Produzent von Erdöl und Erdgas in der Karibik. Der Inselstaat plant dennoch wie Jamaika die schrittweise Abkehr von fossilen Ressourcen zur Energiegewinnung. Aktuell werden die den Energiesektor betreffenden Gesetzeswerke dahin gehend überarbeitet. Bestehende Barrieren wie die bisherige hohe Subventionierung herkömmlicher Technologien sollen abgebaut werden und Steuererleichterungen sowie staatliche Initiativen dabei helfen, die Abhängigkeit von Erdgas zur Stromerzeugung zu durchbrechen. Auch in Trinidad und Tobago setzt man hohe Erwartungen in den Bau von Windparks an der windigen Ostküste. Derzeit werden die Potenziale im Rahmen eines Wind Ressource Assessment Programme untersucht.

Die Energieproduktion in Barbados, nördlich von Trinidad und Tobago innerhalb der Kleinen Antillen gelegen, hängt ebenfalls zu 90% von Erdöl ab. Solarenergie wird bislang vor allem zur Warmwassergewinnung genutzt: Über entsprechende Anlagen verfügen schätzungsweise 40.000 Haushalte auf der knapp 300.000 Einwohner zählenden Insel. Infolge der günstige geographischen Lage und naturräumlichen Gegebenheiten bestehen große Potenziale zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Die Erhöhung der Anzahl von Warmwassererhitzern in Haushalten um 50% bis 2025 ist ein wichtiges Ziel im nationalen Strategieplan. Des Weiteren wird in den letzten Jahren verstärkt daran gearbeitet insbesondere die Windkraft energetisch nutzbar zu machen.

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

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