Geschäftsreisen

Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in der Industrie im Baltikum

AHK-Geschäftsreise

Beginn:27.04.2015
Ende:30.04.2015
Ort:Vilnius, Litauen
Technologie: Photovoltaik, Solarthermie, Feste Biomasse, Biogas, Geothermie
Zielmarkt: Estland, Lettland, Litauen
Zielregion: Nordosteuropa, EU
Logo Exportinitiative Erneuerbare Energien

Im Rahmen der AHK-Geschäftsreise zum Thema "Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in der Industrie“ in die Baltischen Staaten haben deutsche Unternehmen die Möglichkeit, sich vom  27. bis zum 30.04.2015 über die Marktbedingungen vor Ort zu informieren und gezielt Geschäftskontakte zu knüpfen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Unternehmen, die in den Bereichen Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse sowie Speichertechnologien aktiv sind und eine Tätigkeit in Estland, Lettland oder Litauen planen.

Auf einem Vorabendbriefing am 27. April in Vilnius (Litauen) wird den Teilnehmern zunächst die Agenda vorgestellt und erste Informationen zum Zielmarkt werden gegeben. Am 28. April haben die teilnehmenden Unternehmen im Rahmen einer Fachkonferenz in Vilnius die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen einem breit gefächerten Fachpublikum mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft vorzustellen. Experten aus Deutschland und dem Baltikum werden zudem über aktuelle Entwicklungen berichten. Am ersten Tag (27.04.2015) sowie an den beiden Tagen nach der Konferenz (29.-30.04.2015) werden individuelle Kooperationsgespräche mit potentiellen Geschäftspartnern in Estland, Lettland und Litauen geführt (ein Tag pro Land). Die Kontakte werden im Vorfeld der Geschäftsreise von der zuständigen AHK in Abstimmung mit den teilnehmenden Unternehmen organisiert.

In Estland sind insbesondere Unternehmen, die infolge fehlenden Know-hows derzeit noch einen sehr hohen Energieverbrauch aufweisen, infolge der hohen Energiepreise und des stetig zunehmenden Wettbewerbs für die Notwendigkeit energiesparender Technologien sensibilisiert. Biomasse und Biogas als Energieträger sind in der estnischen Industrie mit einem Anteil von 0,04% am Gesamtenergieverbrauch bislang noch wenig verbreitet, die Ressourcen des Landes in Form von Holz und weiteren Energieträgern wie Forstabfällen, Stroh und Energiepflanzen bieten jedoch großes Potenzial zum Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK) Anlagen. Die Produktion von Biogas aus Gülle, Abwasser oder Deponiegas steigt seit 2004 kontinuierlich an. Auch für Windkraft und oberflächennahe Geothermie besteht großes Potential. Die Regierung fördert diese Entwicklungen durch die Etablierung ehrgeiziger Ausbauziele (25% Anteil erneuerbare Energien am Energieverbrauch bis 2020).

Die Energiepolitik in Lettland ist auf die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung ausgerichtet, insbesondere auf die Entwicklung neuer KWK-Kraftwerke, in denen erneuerbare Energieträger wie Biomasse eingesetzt werden können. Schätzungen gehen hierfür von einem Potential in den Städten Lettlands von 400 MWth aus. Im Bereich der Solarenergie sowie der Geothermie besteht in Lettland noch erhebliches Potential. Die Förderung neuer Projekte der Nutzung von erneuerbaren Energien (Biomasse, Biogas, Solarenergie, Wind) durch attraktive Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Energiequellen wurde bis zum 1. Januar 2016 eingestellt. Stattdessen will die Regierung den Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 vor allem über verschiedene Programme und mit Mitteln aus dem EU-Kohäsionsfonds stufenweise von den derzeitigen 33,4% auf 40% erhöhen.

Auch wenn in Litauen hohe Energiepreise den Unternehmen die Wichtigkeit eines schonenderen Ressourcenumgangs verdeutlichen, beträgt der Energieverbrauch litauischer Unternehmen immer noch das Doppelte des EU-Durchschnitts. Biomasse hat lediglich einen Anteil von 8,6% an der von der Industrie genutzten Energie. Dabei verfügt Litauen dank hoher Biomassereserven in Form von Forstabfällen, Stroh oder Energiepflanzen über das größte Marktpotential für die Energieerzeugung, insbesondere für KWK-Anlagen. Solarenergie sowie oberflächennahe Geothermie können ebenfalls zur Strom- bzw. Wärmeproduktion in industriellen Betrieben genutzt werden. Seit 2011 wird die Verbreitung erneuerbarer Energien in Litauen über Förderungsquoten sowie über Mittel aus dem EU-Kohäsionsfonds vorangetrieben.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Factsheet.

Bezüglich marktspezifischer Fragen sowie der Organisation vor Ort können Sie sich an folgende AHK wenden:

Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen
Vinco Kudirkos 6
LT-03105 Vilnius
Litauen


Frau Jurate Lemke
Tel. +370 5 2127930
Email: jurate.lemke@ahk-balt.org

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

Markus Winter

T +49 (0)30 797444-113
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Schützenstraße 44
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