Geschäftsreisen

Offgrid : Energieversorgung in netzfernen Gebieten Kolumbiens

AHK-Geschäftsreise

Beginn:11.05.2015
Ende:15.05.2015
Ort:Bogotá, Kolumbien
Technologie: Biogas, Photovoltaik, Feste Biomasse, Geothermie, Windenergie, Solarthermie, Wasserkraft
Zielmarkt: Kolumbien
Zielregion: Lateinamerika, Südamerika
Logo Exportinitiative Energie

Die Geschäftsreise findet vom 11. bis 15.05.2015 statt und richtet sich an Unternehmer und Anbieter von Technologien im Bereich der Photovoltaik, Biogas und Biomasse, kleine Wasserkraftgeneratoren, Windkraft und Geothermie und vor allem an Anbieter von Insellösungen. Am 11.05. ist ein Vorabendbriefing geplant, bei dem bereits erste Gespräche unter den Teilnehmern möglich sein werden. Im Rahmen der Fachkonferenz am 12.05. haben die Unternehmen die Chance, ihre Produkte und Dienstleistungen einem breit gefächerten Fachpublikum aus Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft vorzustellen. An den restlichen Tagen (13.05 - 15.15.2015) können die individuellen Gesprächstermine zwischen Unternehmen und potenziellen Geschäftskontakten wahrgenommen werden, die im Vorfeld der Geschäftsreise von der zuständigen AHK in Abstimmung mit den teilnehmenden Unternehmen organisiert wurden.

Das starke Wirtschaftswachstum und die konsequente Wirtschaftspolitik haben die Attraktivität des kolumbianischen Marktes für Auslandsinvestitionen enorm gesteigert, sodass Kolumbien laut dem „Doing Business Report“ der Weltbank Platz drei in Südamerika belegt.

Dieses Wirtschaftswachstum wirkt sich deutlich auf den Energiebedarf des Landes aus. Auch die umliegenden Länder Kolumbiens verzeichnen einen gesteigerten Energiebedarf. Da in Kolumbien 64% der Energie aus Wasserkraftwerken gewonnen wird, ist der Strom verhältnismäßig günstig und wird daher nach Venezuela und Ecuador exportiert. Experten gehen davon aus, dass der Energiebedarf in Kolumbien sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. Um diesem Bedarf zu decken, entstehen 2 neue Wasserkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 3220 MW in Kolumbien. Unabhängig davon hat sich die Regierung als Ziel gesetzt, die Energieerzeugung zu diversifizieren, um die Abhängigkeit von Wasserkraft und fossilen Brennstoffen zu reduzieren. So sollen weitere erneuerbare Energieressourcen wie Windkraft und Solarenergie stärker gefördert werden. Dafür hat die Regierung in den letzten Jahren verschiedene Gesetze auf den Weg gebracht, um Erzeugern von erneuerbaren Energien den Zugang zum Strommarkt zu erleichtern und durch Steuererleichterungen anzulocken. Der Einsatz von erneuerbaren Energieressourcen in netzfernen Gebieten wird durch den Fond FAZNI (Fond für Energieentwicklung in abgelegenen Zonen Kolumbiens) verstärkt gefördert.

Die starke Sonneneinstrahlung von 6 kWh/m² in einigen Gebieten Kolumbiens bietet eine perfekte Möglichkeit für den Einsatz von Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung. Auch netzferne Gebiete können vom Einsatz der Solartechnik profitieren, da die Investitionen gegenüber den herkömmlichen Stromerzeugungsmaßnahmen in netzfernen Gebieten durch Dieselmotoren vergleichsweise gering ausfallen.

Auch Windkraft eignet sich in Kolumbien gut zur Energieerzeugung. Mit Errichtung des ersten Windparks mit 15 Windkraftanlagen hat Kolumbien den ersten Schritt in Richtung Windenergienutzung unternommen. Da die Bananen-, Ölpalmen- und Reisplantagen und die Zuckerrohrindustrie erhebliche Mengen an Neben- und Abfallprodukten in Kolumbien produzieren, ist auch die Energiegewinnung aus Biomasse eine denkbare Möglichkeit. Allein die Zuckerrohrindustrie produziert jährlich siebeneinhalb Tonnen Zuckerrohr- Bagasse und sucht aufgrund der Privatisierung vieler Mülldeponien in Kolumbien dringend nach Lösungen des Abfallmanagements.

Mittel- und langfristig ist in Kolumbien mit einem starken Anstieg der Nachfrage nach alternativen Energietechnologien zu rechnen. Die ehrgeizigen (Investitions-)vorhaben im Sektor der erneuerbaren Energien bieten zahlreiche Beteiligungs- und Lieferchancen für deutsche Unternehmen. Aufgrund des mangelnden technischen Know-hows in dem aufstrebenden südamerikanischen Land werden dringend Partner benötigt, die eine verlässliche technische Unterstützung anbieten können. Mit deutscher Unterstützung könnte sich Kolumbien, als bereits größter Energieexporteur in Lateinamerika, zu einem Vorreiter im Bereich erneuerbare Energien in Lateinamerika entwickeln. Handlungsbedarf liegt insbesondere in den Bereichen technische Ausbildung, Einführung von neuen Technologien, Projektumsetzung und Finanzierung.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Factsheet.

Bezüglich marktspezifischer Fragen sowie der Organisation vor Ort können Sie sich an folgende AHK wenden:

Deutsch-Kolumbianische Industrie- und Handelskammer
Carrera 13 No. 93 - 40, piso 4
Bogotá
Kolumbien


Herr Alexander Steinberg
Tel.: +57 1 6513770
Fax: +57 1 651 3772
E-Mail: alexander.steinberg@ahk-colombia.com

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

Maximilian Müller

T +49 (0)30 - 797444-116
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