Geschäftsreisen

Geothermie in Ungarn

AHK-Geschäftsreise

Beginn:09.02.2015
Ende:11.02.2015
Ort:Budapest, Ungarn
Technologie: Geothermie
Zielmarkt: Ungarn
Zielregion: Nordosteuropa
Logo Exportinitiative Erneuerbare Energien

Am 10.02.2015 findet in Budapest eine Konferenzveranstaltung statt, bei der Sie als deutscher Teilnehmer Ihr Unternehmen und Ihre Produkte dem einheimischen Fachpublikum präsentieren können. Am 09. und 11.02.2015 führen Sie in Begleitung der AHK-Mitarbeiter individuelle Geschäftsgespräche mit einheimischen Unternehmern, die zuvor von der AHK nach Ihren Wünschen arrangiert wurden.

Im nationalen Aktionsplan der ungarischen Regierung zur Nutzung erneuerbarer Energien ist das Ziel formuliert, bis 2020 einen EE-Anteil von 14,65% am Gesamtenergieverbrauch zu erreichen. Die Geothermie rangiert in Ungarn bisher an zweiter Stelle unter den erneuerbaren Energieträgern nach der Bioenergie. Im Jahr 2012 hatte sie dennoch lediglich einen Anteil von 5,5% an den genutzten erneuerbaren Energien. Das geothermische Potenzial beträgt schätzungsweise jedoch rund 63 PJ/Jahr und mit geschätzten Gesamtkapazitäten  zwischen 250 und 300 PJ/Jahr verfügt Ungarn über die größten geothermischen Ressourcen auf dem europäischen Festland. Trotz des großen Potenzials deckt die Geothermie nur rund 0,4% des gesamten Energiebedarfs Ungarns und die bisherige Nutzung beschränkt sich ausschließlich auf die Wärmeversorgung. Verbreitet sind Anwendungen in der Landwirtschaft (z.B. in Treibhäusern) und im Tourismussektor. Laut des Aktionsplans soll der Anteil der geothermischen und der Solarenergie in den nächsten Jahren die größte Steigerung im EE-Bereich aufweisen. Zusätzlich zur direkten Wärmenutzung sollen die Stromerzeugungskapazitäten der Geothermie bis 2020 auf 57 MW aufgebaut werden.

Die Zahl der bisher installierten Wärmepumpen beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 6.500. Nahezu die Hälfte der installierten Systeme sind Erdwärmesonden. Der Anteil der Luftwärmepumpen beträgt etwa ein Drittel und weist in letzter Zeit eine beachtlich ansteigende Entwicklung auf. Innerhalb der erneuerbaren Energien sollen Wärmepumpen bis 2020 mit 6% (5,99 PJ) zur Heizung und Kühlung beitragen (2010: 0,25 PJ). Derzeit ist die Verwendung der Wärmepumpen hauptsächlich in Gebäuden verbreitet, in denen auch Kühlbedarf besteht. Besondere Potenziale der Anwendung liegen in der Landwirtschaft, bei Wasserwerken, in Kläranlagen sowie in der Nutzung des Wassers von Thermalbädern.

Die Nutzung der geothermalen Energie wird in erster Linie mit Mitteln aus EU-Quellen gefördert. Es gibt Ausschreibungen für die Nutzung der Tiefengeothermie bzw. der Installation von Wärmepumpen sowohl für Privatpersonen und Unternehmen als auch für Gemeinden und staatliche Stellen.

Die noch ungenutzten Marktpotenziale bieten sowohl im Bereich der Tiefen- als auch der oberflächennahen Geothermie gute Absatzchancen für deutsche Technologien und Produkte. Viele technische Komponenten (z.B. Wärmepumpen) werden fast ausschließlich über Importe bezogen. Deutsche Produkte und Technologien haben einen guten Ruf in Ungarn, wovon deutsche Unternehmen auch weiterhin profitieren können.

Bezüglich marktspezifischer Fragen sowie der Organisation vor Ort können Sie sich an folgende AHK wenden:

Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer
Lövöház u. 30
1024 Budapest
Ungarn


Frau Erika Szabó
Tel.: +36 1 3457-618
E-Mail: szabo@ahkungarn.hu

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

Markus Winter

T +49 (0)30 797444-113
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