Geschäftsreisen

Energetische Nutzung von Reststoffen aus der Landwirtschaft in Rio de Janeiro und Rio Grande do Sul (Brasilien)

AHK-Geschäftsreise

Beginn:24.10.2016
Ende:28.10.2016
Ort:Porto Alegre, Brasilien
Technologie: Biogas
Zielmarkt: Brasilien
Zielregion: Lateinamerika, Südamerika
Logo Exportinitiative Erneuerbare Energien

Die Teilnehmer der AHK-Geschäftsreise nach Brasilien haben in der Zeit vom 24. bis 28. Oktober 2016 die Möglichkeit, sich über die Marktpotentiale von Biogastechnologien mit besonderem Fokus auf die energetische Nutzung von Abfällen und Abwässern zu informieren und Geschäftskontakte zu knüpfen.

Am 24. Oktober organisiert die AHK zunächst ein Vorabendbriefing für die Delegationsteilnehmer, das dem gegenseitigen Kennenlernen dient und auf den Zielmarkt vorbereitet. Auf der Fachkonferenz am 25. Oktober präsentieren die deutschen Teilnehmer in Porto Alegre ihr Unternehmen und ihre Produkte bzw. Dienstleistungen dem Fachpublikum, d.h. insbesondere Vertretern von Kommunen, Energiekonzessionären, sektorrelevanten Unternehmen und Branchenvertretern, Ingenieurs- und Beratungsunternehmen sowie Universitätsvertretern. An den darauffolgenden Tagen (26. bis 28. Oktober) finden die individuellen Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern in Rio Grande do Sul und Rio de Janeiro statt. Diese Gespräche werden bereits im Vorfeld individuell nach den Vorgaben der deutschen Teilnehmer von der AHK organisiert.

Brasilien muss seine Energieversorgung neu strukturieren und in vielen Bereichen stark investieren. Steigender Energiebedarf, hohe Strompreise, bedrohte Energiesicherheit, Umweltproteste beim Bau von Riesenwasserkraftwerken sowie das noch weitgehend ungenutzte Potenzial bei Solarenergie und Biomasse könnten dem Sektor in Brasilien in den kommenden Jahrzehnten ein neues Gesicht geben.

Fachleute sind sich einig, dass bei der Stromerzeugung aus Biogas und Biomasse in Brasilien noch ein großes ungenutztes Potenzial liegt. Versuche mit Biogas in den 80er und 90er Jahren scheiterten an technischen Problemen. Nun scheint es einen neuen Anlauf zu geben. Besonders interessante Bereiche sind laut Experten die Schweinemastbetriebe im Süden des Landes, die großen Müllkippen der Metropolen sowie thermische Kraftwerke, in denen Reststoffe der Zucker-, Ethanol- und Holzproduktion verbrannt werden.

Deponiegas wird an vielen Standorten bereits gewonnen, jedoch nicht immer energetisch genutzt, sondern meistens verbrannt. Der Markt für Klärgas-Technologien befindet sich gerade vor einem entscheidenden Boom und es existieren bereits mehrere Anlagen.

Die Einspeiseregulierung erlaubt bei Kapazitäten von bis zu 1 MW relativ unbürokratisch die Einspeisung ins Verteilungsnetz, was vor allem die dezentrale Erzeugung durch Biogas sowie Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht und begünstigt.

Beim Staat stehen außerdem Fördermittel für den Ausbau des Siedlungswasserbaus für die Kommunen zur Verfügung. Derzeit werden nur 37% der Abwässer einer Behandlung unterzogen. Auch hier stehen die Gemeinden unter enormen Druck, ihre Kläranlagen auszubauen und durch energieeffiziente Lösungen zu ersetzen bzw. zu erweitern. Die Deponie- und Klärgasgewinnung sowie -verwertung wird in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema für Kommunen und städtische Betriebe sein. Profitieren können Biogasanlagen zudem vom F&E-Programm der Stromregulierungsbehörde ANEEL.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Factsheet.


Bezüglich marktspezifischer Fragen sowie der Organisation vor Ort können Sie sich an folgende AHK wenden:

Deutsch-Brasilianische Industrie-und Handelskammer in Rio de Janeiro
Avenida Graca Aranha, 1
20030-002 Rio de Janeiro - RJ
Brasilien


Herr Philipp Hahn
Tel: + 55 21 2224 2123
Email: philipp@ahk.com.br

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

Markus Winter

T +49 (0)30 797444-113
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