Informationsreisen

Englischsprachige Karibik: Erneuerbare Energien mit Fokus auf Solar- und Bioenergie

Informationsreise

Beginn:04.10.2016
Ende:07.10.2016
Ort:Deutschland
Technologie: Bioenergie, Feste Biomasse, Biogas, Solarenergie, Photovoltaik, Solarthermie
Zielmarkt: Barbados, Jamaika, Trinidad und Tobago
Zielregion: Mittelamerika/Karibik, Südamerika
Logo Exportinitiative Energie

Die Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) veranstaltet vom 04. bis 07. Oktober 2016 eine Informationsreise zum Thema „Englischsprachige Karibik: Erneuerbare Energien mit Fokus auf Solar- und Bioenergie“.

Im Rahmen der Reise werden sich Vertreter der betreffenden Länder aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft über das Thema informieren und deutsche Unternehmen besuchen. Wenn Sie der Delegation Ihr eigenes Referenzprojekt vorstellen und erste Kontakte knüpfen möchten, melden Sie sich bitte bei der energiewaechter GmbH bei Herrn Rüdiger Jacobs.

Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Delegationsteilnehmer auf der halbtägigen Auftaktveranstaltung am 04. Oktober 2016 in München kennenzulernen.

Die englischsprachigen Karibikinseln beziehen ihre Energie fast ausschließlich aus fossilen Energieträgern.

Jamaika weist dabei den höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix auf – im Primärenergieverbrauch sind es 8%, bei der Stromerzeugung 7%. Der Rest wird durch Erdöl gewonnen bzw. beim Primärenergieverbrauch in gerin-gem Umfang auch durch Kohle (2%). Da Jamaika Öl und Kohle vollständig importieren muss, und die Energiepreise stetig steigen, ist ein zügiger Ausbau der regenerativen Energien nötig. Die Regierung strebt an, den derzeitigen Anteil bis 2030 auf 20% anzuheben. Momentan ist die Windkraft die am meisten genutzte der Erneuerbaren Energien. Experten sehen in diesem Sektor noch große Potentiale, und entsprechend groß sind die Ausbauziele. Aber auch die Solarenergie soll verstärkt genutzt werden. Der Bau von PV-Anlagen wird durch Steuer- und Zollbefreiungen gefördert und der National Housing Trust vergibt günstige Kredite an Haushalte, die eine PV-oder Solarthermieanlage installieren. Im Bereich der Bioenergie sind vor allem die in der Zuckerindustrie abfallende Bagasse und die Reststoffe aus landwirtschaftlichen Betrieben von Interesse. Es besteht ein großes Potenzial zur energetischen Verwertung der Stoffe, das bisher jedoch vollkommen ungenutzt ist.

Trinidad & Tobago erzeugten 2012 99,8% ihres Stroms aus Erdgas. Der Erdgasanteil am Gesamtenergieverbrauch lag bei 91,9%.Weitere 8% gingen auf das Konto von Erdöl, und lediglich die verbleibenden 0,1% kamen aus regenerativen Quellen. Unter anderem durch die niedrigen Strompreise hat das Land einen im Vergleich mit anderen karibischen Staaten überdurchschnittlich hohen, und weiter steigenden, Energieverbrauch. Da die Inseln über reiche Erdöl- und -gasreserven verfügen, wurde bisher wenig in den Ausbau von Erneuerbaren Energien investiert. Die sinkende Ölproduktion bei gleichzeitig hoher Abhängigkeit von fossilen Energieträgern veranlasst die Regierung inzwischen aber zu Maßnahmen, die den Gesamtenergie-verbrauch senken und den Ausbau der Erneuerbaren fördern sollen. Solar-und Windenergie verfügen dabei über die größten Potenziale. Über Steuererleichterungen wird der Einsatz dieser Technologien bereits gefördert. Bis 2020 sollen 5% des Stroms aus regenerativen Quellen erzeugt werden.

Auch auf Barbados machen Erneuerbare Energien nur einen geringen Anteil des Primärenergieverbrauchs aus. Über 90% werden durch Erdöl gewonnen, weitere 5% durch Erdgas. Bei der Stromerzeugung liegt der Anteil des Erdöls sogar bei 98,5%. Der Staat hat sich vorgenommen, bis 2029 29% des Stroms aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. Das Land ist bereits jetzt ein regionaler Pionier auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von solarthermischen Anlagen zur Warmwassererzeugung. Weitere Anreize zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sind beispielsweise Steuererleichterungen für Entwickler, Hersteller und Installateure von EE-Anlagen, Förderkredite im Rahmen des SMART Fund Programm, Gelder aus dem Europäischen Entwicklungsfonds und dem Förderprogramm Renewable Energy Rider, das die Eigenstromerzeugung in Privathaushalten unterstützt.

Die Informationsreise wird von der energiewaechter GmbH als Durchführer der Exportinitiative Energie in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Regionalen Industrie- und Handelskammer für Zentralamerika und die Karibik organisiert.

Ansprechpartner

energiewaechter GmbH

Rüdiger Jacobs

T +49 30 7974441-12
Schützenstraße 44
12165 Berlin
Germany